Offene Szene

Nach offiziellen Schätzungen leben in Bielefeld rund 2.500 Menschen die von illegalen Drogen abhängig sind. Viele davon halten sich in der "Offenen Drogenszene" auf. Ihre Lebenssituation ist durch die tägliche Drogenbeschaffung, soziale und gesundheitliche Beeinträchtigungen, Kriminalisierung, Ausgrenzung etc. bestimmt. Zum Teil haben die Betroffenen keinen Kontakt zum Drogenhilfesystem oder zu einer medizinischen Versorgung.

Auf der Grundlage des dezentralen Drogenhilfekonzeptes der Kommune Bielefeld betreibt die Drogenberatung e.V. (seit Mitte der 80er Jahre) zwei niedrigschwellige Beratungs- und Kontaktcafés für betroffene Bielefelder Bürgerinnen und Bürger:

> Café Impuls in der August-Schröder-Straße 3a

> Café im Drogenhilfezentrum in der Borsigstraße 13


Die beiden Beratungs- und Kontaktstellen der Drogenberatung e.V. stehen dieser Zielgruppe als Treffpunkt und Aufenthaltsbereich zur Verfügung. Dort erhalten sie alltags- und lebenspraktische Hilfen, Beratung und gesundheitlich-medizinische Grundversorgung. Unabhängig von einer Abstinenzmotivation unterstützt dieses Angebot drogenabhängige Menschen darin, ihrer Verelendung in der Szene entgegen zu wirken, die aktuelle Lebenssituation zu stabilisieren, zu verbessern sowie Impulse zu einer weiteren Perspektiventwicklung anzunehmen.